Wenn Sie der Meinung sind, sich in einer evtl. Risikosituation befunden zu haben, dann sollten Sie diesen Verdacht so schnell wie möglich mit einem Experten abklären. Ganz verallgemeinert kann eine Risikosituation als Situation beschrieben werden, bei welcher Sie mit den Flüssigkeiten Blut, Muttermilch, Scheidenflüssigkeit oder Sperma in ausreichender Menge an einer offenen Wunde (Blut tritt aus) oder an Schleimhäuten (Augen, Ohren, Nase, Mund, Penis, Po, Vagina) in Kontakt kamen. Hierbei ist es unter Anderem erheblich, um wie viel aufgenommene Flüssigkeit es sich handelte oder wie lange und wie intensiv der Kontakt war. Noch einmal: Sprechen Sie über Ihre individuelle Situation mit einer AIDS-Hilfe (Email, Telefon), einem Facharzt oder einer anderen geeigneten Beratungsstelle.

Sofortmaßnahme

Befanden Sie sich zweifelsfrei in einer Risikosituation und wurden so der Gefahr ausgesetzt, sich mit HIV infiziert haben zu können, sollten Sie so schnell wie möglich (möglichst innerhalb von 2 Stunden, mindestens innerhalb von 24-48 Stunden, spätestens aber innerhalb 72 Stunden) eine (HIV-)Ambulanz in einem Krankenhaus oder einen Arzt aufsuchen. Innerhalb dieses Zeitfensters ist es evtl. möglich, eine Infektion mittels einer sogenannten PEP (Post-Expositions-Prophylaxe) abzuwenden. Hierfür ist es erforderlich, 4 bis 6 Wochen HIV-Medikamente einzunehmen. Nähere Infos erhalten Sie bei uns und den Schwerpunktpraxen.