Die Lesung am 30.11. um 20 h mit Margarete Stokowski fällt leider aus!

«Der Feminismus erklärt mir nicht, warum der Bus nicht auf mich wartet. Aber er erklärt mir, warum ich mich für mein Zuspätkommen entschuldigen werde, auch wenn ich nicht schuld war, sondern der Bus zu früh gefahren ist. Er erklärt mir, warum viele der Frauen, die ich kenne, sich auch noch entschuldigen würden, wenn sie von einem Meteoriten getroffen werden.» Die Autorin und Spiegel-Online-Kolumnistin Margarete Stokowski schreibt in ihrem Buch über «die kleinen schmutzigen Dinge» und über die großen Machtfragen – und wie beides zusammenhängt. «Untenrum frei» ist weder Autobiografie noch feministisches Manifest. Und doch ist es das wohl klarsichtigste, scharfzüngigste und radikalste feministische Buch der Stunde.

Margarete Stokowski erzählt in ihrem Buch eine Geschichte. «Dabei werde ich mein eigenes Versuchskaninchen sein. Denn ich glaube, dass Sex und Macht so grundlegende Themen sind, dass wir viel über sie erfahren können, wenn wir unser eigenes Leben betrachten. Ich werde Dinge erlebt haben, und ich werde mir Dinge ausgedacht haben, und es ist schwer zu sagen, was davon persönlicher ist».

«Untenrum frei», das sind sieben Kapitel, in sich geschlossene Essays, die hintereinander gereiht eine Geschichte ergeben: Kindheitsmuster, Schönheit, Arbeit am Körper, Sex (guter und nicht so guter), sexualisierte Gewalt, Feminismus und Anarchismus (Weltherrschaft? keine Option!), Sprache, Sex und Liebe. «Wir müssten das alles nicht ‹Feminismus› nennen. Wir könnten auch sagen, es geht eben irgendwie um Sex und Macht und das ganze Drumherum.»